Die Pusteblume als Symbol - für mich als Bild der Verbundenheit. 


 


 

Eine Pusteblume, warum stehst du für mich für Verbundenheit?

Du bist verwurzelst in der Erde. Du hast die Fähigkeit immer wieder zu erwachen, auch wenn du rausgerissen, geschnitten oder vergraben bist. Dennoch reckst du nach einer Zeit und nach möglichen Verletzungen deine zarten Blätter und Knospen erneut der Sonne entgegen. Du wächst, wenn du frei bist und wirst sehr groß und aufrecht. Du wächst zu deiner tatsächlichen Größe heran. Deiner wahren Größe. 

Ich bin verwurzelt trotz vieler Verletzungen. All diese Erfahrungen haben mich so lang bedeckt, mich geschützt. Mich abgespalten von mir. Von meiner Person, meinen Wünschen, Träumen, Bedürfnissen, Fähigkeiten, Schönheiten. Sie haben all das verdeckt. Sie haben den Glauben an mich, meinen wahren Kern, meine Einzigartigkeit bedeckt. 

Denn sie wussten, irgendwann ist der Zeitpunkt all dies zu entdecken. Irgendwann wird die Wurzel so stark mit dem Boden, der Erde, dem Universum verbunden sein, dass die Zeit gekommen sein wird, um Schicht für Schicht anzusehen und aus diesen schmerzhaften, limitierenden Glaubenssätzen zu entwachsen. So wurde ich stärker und stärker. Wie der Stängel deiner Blüte. Und es kam der Zeitpunkt, an dem sich eine Knospe bildete. Ganz zart, ganz weich, ganz demütig vor dem, was die Wurzeln bisher geleistet hatten. Die zarte Knospe begann sich zu nähren, bekam ein Gefühl für eine Verbundenheit mit sich selbst. 

Und plötzlich kam dieser Tag. Der Atem floss, mit ihm die Tränen der Erleichterung, dass all dieser Schutz nicht mehr in dieser Schwere nötig ist. Und es begann eine Verbindung. Zaghaft. Leise. Vorsichtig. Doch sie begann. Die Verbindung zu mir. Das Vertrauen zu Menschen, die mich so sahen, wie ich war. Mit all dem was ich bin. 

Und es kam der Tag, an dem ich die Knospe so sehr mit allem nähren konnte, was erforderlich war um sich zu öffnen. Zu zeigen. Die eigene Wahrheit zu zeigen, zu leben, zu sein. 

Mit dieser Wahrheit wuchsen Visionen, Träume, Verbindungen, Ängste, Zweifel, der Glaube an mich selbst. Sie wurden mehr und mehr. So viele, dass mein Kern all das los lassen musste, damit es weiter wachsen kann. Von der Wurzel – zur Knospe – zur Blüte, die ihre Träume, Verbindungen, Fähigkeiten und ihr Wissen in Welt hinaus schickt. Sich leise durch die Luft schweben lässt in dem Wissen: Ich bin gut genug. Ich bin richtig und ich werde auf Boden treffen, den ich nähren und der mich nähren kann und wir werden uns verbinden. Und wir werden wachsen. Aneinander. Miteinander. Mit all dem was ist. Weil alles ist. 

Und es kam der Tag…